Der Mutzbraten entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Schmölln. Damals nur wenig verbreitet, verspeist man diese zarte Köstlichkeit heute vor allem in Thüringen und Westsachsen. Das etwa faustgrosse Stück Fleisch stammt von der Schulter oder dem Kamm des Schweins. Wir verwenden nur Schweineschulter. Mariniert und mit Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt, werden die Stücke aufgespiesst und in einem Speziellen "Grill" über Birkenholzfeuer rotierend gebraten. In unserem Mutzbratenstand, im geschlossenen Zustand, benötigt das Fleisch gute 2 Stunden bei ca 200 grad. Das Birkenholz verleiht dem Braten einen unvergleichlichen Geschmack. Der Mutzbraten ist, wenn er ordnungsgemäss zubereitet wird, in seiner zarten und saftigen Konsistenz kaum zu übertreffen. Das Gericht im ganzen besteht bei uns aus einem Stück Mutzbraten (200 - 250 gr) Sauerkraut und Schwarzbrot. Übrigens wurde und wird mit "Mutz", in der Ostthüringer Mundart wohl das Schwein oder Ferkel bezeichnet